Dieser Blogartikel dient – mit einem Dank an Purvi – als Hinweis zum Online Symposium zum Thema Gesellschaft und Spiritualität.

Wir befinden uns im Zeitalter des Anthropozän. Wir haben uns unseren Planeten zu eigen gemacht und die Welt ist klein geworden. Wir haben ein System entwickelt, das nach dem israelischen Historiker Yuval Noah Harari ein langes, glückliches und gottähnliches Leben für jedermann verspricht. Wir haben den Sinn für Dankbarkeit und Demut verloren. Wettbewerb motiviert uns, unsere persönliche Bedeutung, Wirkung, Supermacht und unser Wissen täglich zu erweitern. Wir genießen den Wettbewerb in allen Lebensbereichen, bei dem es darum geht, wer die besten Gene, das tiefere Wissen, das höhere Bewusstsein hat.

Wie wäre es, wenn die Menschen wieder zusammenarbeiten würden, anstatt zu konkurrieren – sowohl untereinander als auch mit Tieren, Pflanzen, Dingen – und sich um jeden Einzelnen und das Gemeinwohl kümmern würden? Wie wäre es, wenn die Gemeinschaft wieder kollektiv Verantwortung für das Wohl jedes einzelnen Mitmenschen übernehmen würde? Wir könnten die Stimme von Gaia in den öffentlichen Diskurs einbeziehen; wir könnten zu einer gemeinsamen Reise in Richtung kritischer Spiritualität übergehen. Wir könnten uns wieder auf die weltlichen Bedürfnisse einstimmen, alle Arten wieder zusammenleben und zusammen sein sehen, in gegenseitiger Wechselwirkung, um zu überleben, zu wachsen und zu gedeihen.

Es ist an der Zeit, den Wettbewerb hinter uns zu lassen und echte und nachhaltige Lösungen für die Gesellschaft zu finden. Es ist an der Zeit, dass wir uns mit uns selbst, den anderen und der Welt versöhnen und den Weg unseres Herzens gehen.

Es ist der Weg eines offenen – und gleichzeitig kritischen – Geistes, Herzens und der Seele zur Spiritualität. Es ist der Weg sinnvoller und kritischer Gespräche in eine weiterführende Integration, in eine kollektive Zusammenarbeit und in einen sicheren Raum namens Erde.

Julia Hayden.

Die Teilnahme am Online-Symposium ist kostenfrei. Informationen findest Du HIER.